Donnerstag, 17. Mai 2018

Geschichte unserer Vorfahren bis in die heutige Zeit!


Aus der Geschichte der Familie Haben.

Die Sippe der H a b e n ist an der Südwestgrenze des Reiches Weit verbreitet. Dort wo der Hunsrück seine Ausläufer gleichsam als Vorposten hinaussendet in das Lothringer Land, dort wirken und schaffen sie als bodenständige Landleute oder Heimat treue Arbeiter seit über 300 Jahren.

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Wieder einmal ist Urexweiler, ein kleines Dorf im Oberamt Ottweiler von den französichen Invasionstruppen dem Erdboden gleich gemacht. Zaghaft
Nur wagen sich die ersten Neusiedler den Aufbau der alten Heimat. Im Laufe der Jahre aber wächst ihre Zahl. 1684 sind es vier, 1701 bereits vierzehn Haushaltungen, die hier eine neue Existenz gründen.
Eine der Familien ist die des
Hans Jakob Haben.

Er muss als Urahn der Habens im Grenzland gelten, denn in keiner älteren Liste des Oberamtes Ottweiler kommt der Name vor. Warscheinlich ist Hans Jakob im Zuge der Neubesiedlung des Gebietes zugewandert.
Das Haushaltsbuch von 1707 nennt ihn Jakob Haffen. Er hat nach Angaben der selben Quelle 9 Kinder, davon davon 5 über 5 und 4 unter 12 Jahren. Wie fast alle anderen Familien Urexweilers in jener Zeit ist auch die seinige katholisch. Den Gottesdienst müssen sie in Ottweiler besuchen, wo bei sie unter den schlechten Wegverhältnissen oft viel zu leiden haben.
Die Lebensbedürfnisse der Siedlersind sehr gering. Darum arbeitet sich Hans Jakob rasch voran. Mit der Familie wächst sein Wohlstand. Und dieses Werk setzt sein Sohn Hans Peter, der die Wirtschaft von ihm übernimmt, fort.
Hans Peter Haben

Ist um 1690 geboren, Im Mai 1721 schließt er die Ehe mit der „ehrenwerten Jungfrau“ Catharina Juchems (Jochem) aus Hettigweiler. Diese Ehe ist offensichtlich sehr glücklich gewesen. Nicht weniger als 13 Kinder gingen aus ihre hervor. Auch der Wohlstand Hans Peters wächst von Jahr zu Jahr. 1741 besitzt er ein Haus und vier Pferde. Sein Vermögen ist mittelmässig. Auch Schulden hat er, und zwar insgesamt 50 Gulden. Sein so erfolgreiches Leben beschliesst er am 8. Juni 1762, tief betrauert von Frau und Kindern. Zur Zeit seines Hinscheidens sind schon die drei ältesten Söhne und eine Tochter verheiratet. Ihre Nachkommen wohnen heute noch als Bergleute und Ackerbauer in den Dörfern um Urexweiler.

Das Zehnte Kind Hans Peters , ein am 2. 7.1739 gebprener Sohn wanderte nach Nordamerika aus und hat dort wohl auch sein Glück gemacht. Man erzählt dass er im Jahre 1777 den um ihre Freiheit vom englischen Joch ringenden Staaten die Summe von 450.000 Dollar geliehen habe. Sein jüngster Bruder,

Michael Haben,

geboren am 18. 7. 1745 war in seiner beruflichen Entwicklung nicht so glücklich. Er lässt sich um 1777 herum als Arbeiter in Mitlosheim nieder. Mitlosheim ist ein kleines Dörfchen im Hochwald. Seine Bewohner, damals etwas mehr als 100, leben vom Ackerbau. Michaels Ehefrau, Maria Catharina Hoff, entstammt einem in der Losheimer Gegend ansässigen Geschlecht. Nach ihr sind die Nachkommender beiden heute noch Volksmund benannt. „Huef Mätz“, „Huef Hanspitt“, das sind die Namen unseres Großvaters und seines Bruders, von denen wir später noch hören werden. Michaels Habens Sohn, geboren am 12.12.1977, erhält bei seiner Taufe in der Pfarrkirche zu Losheim den Namen seines Urgroßvaters
Johann Jakob Haben

Allzu früh sterben ihm die Eltern weg. Am 17.1. 1783 schließt Michael Haben die Augen für immer, und kaum 5 Jahre später, am 3.2.87 folgt ihm Maria Catharina im Tode nach. Der so schwer getroffene Sohn kann die ganze Schwere des Verlustes wohl nicht ermessen. Er besucht die Winterschule In Mitlosheim (eine Dorfschule gibt es zu dieser Zeit in Mitlosheim noch nicht). Kaum, dass er dem Knabenalter entwachsen ist, verdient er seinen Lebensunterhalt im Tagelohn. Seine Sehnsucht und sein ernstestes Streben ist es, solch ein Anwesen zu besitzen, auf denen er jetzt in schwerer Arbeit sein Leben fristen muss. Eine treue Gefährtin dieses Strebens findet er in seiner Ehefrau, die ihm in Weißkirchen am 1.2. 1810 angetraut wird. Barbara Weber heißt sie und ist zu Niederlosheim am 1.12.1783 geboren. Als Johann Jakob Haben am 19.7.1850diese Welt verlässt, hat er sein Ziel erreicht. Ein, wenn auch nur ein Kleines Anwesen nennt er sein eigen.
Seine Söhne können bereits die erste in Mitlosheim im Jahre 1822 gegründete Volksschule besuchen. Der älteste Sohn Matthias , geb. 1812 wird von der um 1840 herum aufkommenden Auswandererbewegung ergriffen. Mit seiner Familie wandert er 1843 nach Nordamerika aus. Über sein Schicksal in der neuen Welt ist nichts mehr bekannt geworden.

Johannes Haben geb. 12.11.1818

Vermählt sich am 29.11.1841 mit Catharina Sauer, geb. am 25.10.1815 zu Mitlosheim. Seine Arbeit als Ackerbauer gilt dem Ausbau des von seinem Vater ererbten Besitzes. Zahlreichsind seine Kinder. Erwähnt seien nur die, die ihrerseits auch wieder zur Gründung
eigener Familien gelangt sind.
Da ist zuerst Hans Peter Haben. Er heiratet mach Büschfeld , seine Frau ist eine geborene Hansen. Ihre Nachkommen wohnen heute noch dort.
Auch der zweite Sohn, Johann Haben, lässt sich in Büschfeld nieder. Er holt sich seine Gemalin aus Rappweiler. Sie entstammt der Sippe der Lehnen.
Anna Haben vermählt sich mit dem Lehrer Gerhard Heinen aus Mitlosheim.
Michael Haben wählt Gertrud Konter aus Mitlosheim zu seiner Lebensgefährtin, zuletzt

Matthias Haben

Er ist geboren am 21. 7. 1844 zu Mitlosheim. Mit 23 Jahren schon nimmt er am 29.1.1870 Catharina Breit zur Frau. Nur 12 Jahre dauert das Glück dieser Ehe. Am 22.4.1882 stand Matthias am letzten Lager seiner so sehr geliebten Gattin. Mit ihm trauern 3 Kinder im Alter von 3 bis 9 Jahren um ihre liebe Mutter. Eine harte Jugend verleben diese drei Geschwister, als Matthias sich ein zweites verheiratet. Maria Marx aus Weierweiler, geb. .... wird ihre Stiefmutter, Aus dieser Ehe gehen 6 Kinder hervor.

1.      Peter Haben, gefallen im großen Kriege an der Westfront
2.      Johanna Haben, heute Hauptlehrer im Karthaus bei Trier
3.      August Haben, gefallen in der großen Schlacht in Frankreich 1917
4.      Anna Haben, verheiratet mit Josef Demmer zu Büschfeld
5.      Maria Haben, verheiratet mit Gottfried Weyand zu Büschfeld.
6.     Barbara Haben verheiratet mit August Valentin zu Vogelsbüsch


Matthias Valentin

Kurz nach seiner zweiten Heirat siedelt Matthias Haben nach Büschfeld über. Am Bahnhof baut er eine Gastwirtschaft. Mit ihr zusammen betreibt er ein Fuhrgeschäft, d.h. die mit der Bahn ankommenden Güter bringt er mit seinem Pferdefuhrwerk auf die umliegenden Dörfer.


Wenden wir uns jedoch den Kindern aus erster Ehe zu. Matthias Joseph Haben wurde 20.12.1873 geboren, er heiratete am 15.7. 1907 Catharina Kuhn aus Büschfeld und siedelte später nach Merzig über, wo er heute noch wohnt

Aus der Ehe 
Barbara Haben geb. 14.07.1879 in Mitlosheim gest. 22.07.1942 in Merzig und
Matthias Valentin geb. 21.07.1847 in Mitlosheim gest. 27.07.1924 Büschfeld gingen folgende Kinder hervor:  
  

1. Valentin Barbara,      geb. 15.07.1903  in Vogelsbüsch       gestorben 04.11.1906  in Vogelsbüsch
2. Valentin Maria,         geb. 30.03.1905  In Vogelsbüsch
3. Valentin August        geb. 10.02.1907  in Vogelsbüsch
4. Valentin Adalbert,    geb. 03.10.1908 in Vogelsbüsch
5. Valentin Adelheid,    geb. 10.10.1910 in Vogelsbüsch
6.  Valentin Matthias,   geb. 28.08.1912 in Vogelsb+sch
7.  Valentin Jakob,        geb. 02.10.1916   in Vogelsbüsch      gestorben 29.10.1918


Aus der Ehe 
Valentin Maria und 
Pohl Heinrich Johann  geb. 29.03.1902 in Püttlingen        gest. 29.11.1981  in Merzig
gingen folgende Kinder hervor:

1. Pohl Adelheid Maria, geb. 25.08.1928 in Püttlingen
2. Pohl Heinrich,             geb. 24.05.1930 in Merzig
3. Pohl Maria                   geb. 27.04.1934 in Merzig
4. Pohl Mathilde             geb. 12.08.1936 in Merzig
5. Pohl Adalbert              geb.01.10.1937 in Merzig

Aus der Ehe
Valentin August
Andexer Hilde 
entstammen folgende Kinder:

1. Valentin Manfred     geb 07.03.1935 in Wuppertal Elberfeld
2. Valentin Margret     geb. 07.03.1935 in Wuppertal Elberfeld
3. Rolf Günter               geb. 30.03.1936 in Wuppertal Elberfeld   gest. 22.06.1971 in Wuppertal
4. Horst Hilmar            geb. 28.11.1941  in Wuppertal Elberfeld

aus der Ehe
Valentin Peter Adalbert        geb. 03.10.1908 in Vogelsbüsch       gest.08.12.1995 in Bad Waldsee
Stehle Emma Maria               geb. 01.10.1915  in Waldsee               gest. 15.02.1998



entstammen folgende Kinder:
1. Valentin Christina Adelheid geb. 27.01.1942  Bad Waldsee        gestorben 31. Januar 1982 Bad Waldsee
2. Valentin Manfred August     geb. 30.12.1943 Giesenweiler
3  Valentin Waltraud Renate   geb. 13.07.1945  Giesenweiler       gest. 28.01.1994 Bad Waldsee
4. Valentin Barbara Emma Maria geb. 03.05.1947 Bad Waldsee  gest. 07.05.1947 Bad Waldsee
5.Valentin Regina Hildegard   geb. 30. 09. 1951  Bad Waldsee     gest. 29.11.1951  Bad Waldsee
6. Valentin Gabriele Agnes      geb. 02.09. 1955  Merzig

aus der Ehe 
Valentin Adelheit 
Clemens Josef Edmund
gehen folgende Kinder hervor:
1. Clemens Josef                         geb. 09.07.1937  in Thailen
2.Clemens Agnes                        geb. 27.10.1937  in Thailen
3. Clemens Mathilde                 geb. 21.02.1941  in Vogelsbüsch

aus der Ehe 
Valentin Matthias
Ilse 
gehen folgende Kinder hervor:
1  Valentin Klaus
2. Valentin Bärbel
3. Valentin Burkardt
4. Valentin Matthias



Wir schreiben das Jahr 1931
es war am 9. Oktober 1931, als dieses Foto gemacht wurde
Vater mit seinen Freunden in Vogelsbüsch, seinem Heimatdorf


Hier, wo der Arndtweg auf die Goethestrasse stößt war Großvaters Haus, hinter dem Haus ein riesiger Kirschbaum mit sehr schmackhaften Früchten. Ich war sehr gerne auf dem Kirschbaum und aß die feinen Kirschen, leider erwischte mich Großvater immer wieder. Mit einem Stock wartete er unten am Baum, danach gab es viele Schläge, leider schmeckten die Kirschen so gut, dass die versuchung immer wieder siegte !!


Unsere Oma, im Jahre 1935

Im Jahre 1937 wurde der Ahnenpass eingeführt, den jeder Deutschstämmige brauchte.

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Familie Valentin vor ihrem Haus in der Goethestrasse 27 in Merzig
Unsere Großeltern mit den ersten Enkeln


Auf dem Balkon in der Goethestraße im Jahre 1938


an meinem Geburtstermin gab es wegen der Kriegswirren keine ordentlichen Behörden mehr, so wurde die Geburt erst  am 19. Juli 1945 eingetragen.


im Wohnzimmer in Giesenweiler

unsere Mutter feierte an Osten 1940 ihre Hochzeit und schon 2 Jahre später wurde 
unser Vater wurde 1942 zur Wehrmacht eingezogen
An Ostern 1940 haben unsere Eltern in Bad Waldsee geheiratet,  am 25. Mai 1942 wurde unser Vater dann zur Wehrmacht eingezogen, so hatte er nichts von seiner kleinen Tochter, die am 28 Januar 1942 geboren wurde. Während unser Vater in Russland kämpfte, war der Grossvater Gefangenenaufseher in der Heimat. sein Werkzeug war die "Spinne", eine Peitsche mit vielen Lederriemen an deren Ende Stahlkugeln mit Widerhaken angebracht waren. Mit dieser Spinne wurden die Gefangenen ausgepeitscht, wenn sie nicht folgsam waren. Eine handbetriebene Sirene, die bei Luftangriffen bedient wurde, hatte ich auch noch im Keller gefunden.


unser Vater wurde 1944 vor Stalingrad durch einen Granatsplitter verwundet, er riss ihm eine Rippe aus dem Körper, ebenso waren seine Füße sehr stark erfroren.
Ein Leutnant, der auf dem Rückzug war hatte ihn im Schnee liegen sehen und hat ihn auf seinen Transporter geladen und mit nach Westen genommen, das war seine Rettung


Unsere Oma verliess uns nach schwerer Krankheit am 22. Juli 1942


 während der Kriegswirren wohnte unsere Familie in einem kleinen Dorf bei Bergatreute. ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass mich ein Geißbock immer in Bedrängnis brachte, einmal schubste er mich in einen Brunnenschacht der unverschlossen war. meine Mutter beobachtete es und holte mich wieder raus. Nikolaus feierten wir bei einer befreundeten Familie Roer. Als der Nikolaus kam schrien alle Kinder.


ein kleiner Wonneproppen, der nichts mitbekommt von den Kriegswirren. Gott sei Dank waren die Franzosen in dem Dorf und haben meine Mutter mit dem Motorrad  ins nächste Krankenhaus gebracht, da es Komplikationen bei der Geburt gab.
dieses Bild entstand 1944, leider musste Vater wieder zurück an die Front nach Russland, so gab es nicht so viele Fotos aus der Kinderzeit.
 Nach Kriegsende kam der Sohn des Bauern, dem das Haus gehörte in dem wir wohnten zurück, so war dann kein Platz mehr für uns, wir zogen dann nach Bad Waldsee in ein altes Bauernhaus am Ortsrand. Mittlerweile besuchte ich dann auch die Schule, es war ein weiter Weg. Im Winter war es besonders schlimm, da mussten wir durch den sehr hohen Schnee laufen und waren oft patschnass, als wir in der Schule ankamen. Gott sei dank war die Schule beheizt, im Klassenzimmer stand ein großer Kohleofen.
Was der Stadtsee richtig zugegfroren, so war der Schulweg nicht mehr so weit, wir konnten direkt über den gefrorenen See laufen. In der Pause kauften wir dann bei der Bäckere Muschel einen Wecken oder eine Brezel, die Brezel kostete 3 Pfennig, der Wecken 2 Pfennig.
Meine Großeltern hatten in der Biberacherstrasse ein Frisörgeschäft, dort war ich sehr oft auf Besuch. Im September 1951 ereignete sich etwas sehr Schreckliches, das meine Eltern dann veranlasste, von diesem Ort weg zu ziehen.

Unsere Regina wurde nur zwei Monate jung, ihr Leben wurde vom damaligen Hausbesitzer durch Gewalt beendet. Wir Geschwister waren damals zu jung und hatten viel zuviel Angst über dieses Ereignis auszusagen.

  




das Schicksal verschlug uns in das Saarland nach Merzig, wo der Großvater ein Haus hatte. Dort durften wir einziehen.


hier ist eine sehr schön gestaltete Webseite über das Saargebiet
sie erzählt aus der Geschichte des Saarlandes. sehr interessant sich auf dieser Seite zu informieren.
Für mich eine besondere Seite, da ich fast zehn Jahre meiner Kindheit dort verbracht habe. 
Im Jahre 1943 bekam er dann Heimaturlaub, doch auch danach musste er wieder an die Front., so kam er dann erst wieder am 25. Mai schwerverletzt nach Hause. Zu dieser Zeit war ich dann auch schon 5 Monate alt und war schon ein Wonn



das war damals mein Haarschopf, der erste Haarschnitt
Vor 70 Jahren wurde ich in einem kleinen Dorf in Baden Württemberg geboren, mein Vater zu der Zeit


im Krieg, war im folgenden Jahr danach auf Heimaturlaub. So konnte er dann doch einige Erinnerungsbilder machen.


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Im Laufstall konnte ich die Welt beobachten
Hier wohnen wir nur bis 1950, denn um diese Zeit kam der Sohn des Bauern aus dem Krieg, dem das Haus gehörte. Vater war zu der Zeit noch nicht ganz gesund, da er von einem Granatsplitter schwer verletzt wurde und auch die Füße erfroren hatte. Es war für ihn eine schreckliche Zeit.
so wuchs ich mit vielen Tieren auf. danach gab es eine sehr lange Fotopause, weil die Franzosen bei ihrem Abzug den Fotoapperat von Vater mitgenommen hatten.

1944


wir zogen dann um nach Waldsee in den Hopfenweilerweg. Dort wohnten wir in einem alten Bauernhaus.  Der Garten war groß, der Vater legte einen Garten an  mit vielen Johannisbeeren und anderen Früchten. Hier kam dann auch meine Schwester Regina am 30. September 1951  zur Welt.
Ich kann mich noch sehr gut an diese Zeit erinnern, die Winter waren sehr kalt, es gab sehr viel Schnee, ich musste immer durch den meterhohen Schnee in die Schule laufen. Sehr froh war ich immer wenn der Stadtsee zugefroren war, so konnte ich immer eine Abkürzung machen. Das Ideal war wenn gerade der Schlitten mit der Milch von Hopfenweiler kam, da konnte ich dann aufsitzen. Ja Schulbusse wir wir sie heute kennen, gab es nicht. Wir wurden nicht verwöhnt !!
ein Schicksalsschlag im Jahre 1951

Was war passiert ??
Am Abend des 28. November saßen wir noch zusammen im Wohnzimmer. Gegen 22:00 Uhr gingen wir schlafen. Meine ältere Schwester Christa schlief auf der Bank im Wohnzimmer links der Wohnzimmertüre. Ich schlief an der Wand, die an das Schlafzimmer der Eltern grenzte. An meiner Schlafstätte stand auch der Kinderwagen mit Regina meiner kleinen Schwester. Meine Eltern und Schwester Waltraud schliefen im um fünf Stufen erhöhten Schlafzimmer. Es war eine sehr helle Vollmondnacht. Die Helligkeit des Mondes erleuchtete auch das Wohnzimmer, so konnte man alles erkennen. Gegen Mitternacht konnte man Schritte und Geräusche im Haus vernehmen. Irgend wann hörte ich Schritte vor der Wohnzimmertür, dann drehte sich der Schlüssel im Schloss und fiel schliesslich auf den Boden.
Die Wohnzimmertüre öffnete sich, eine Person trat in das Zimmer, ging bis in die Mitte, dann ging er in die Hocke und kam dann in dieser Position bis zu mir an den Kinderwagen. Ich konnte ihn genau erkennen, es was der Hausbesitzer. Er hantierte im Kinderwagen, mir stockte der Atem, ich hatte Angst. Mittlerweile fing das Baby an zu schreien, nach einer Weile wurde es ein Wimmern und verstummte schliesslich.
Ich rief die Mutter, leider hörte sich mich nicht. Der Vater rief, was ist los, ich antwortete Waltraud ist an meinem Bett !! Ich wusste ja, sie liegt bei den Elten im Bett, ich konnte in meiner Angst nicht sagen, dass der Hausbesitzer an meinem Bett stand, denn ich hatte Angst vor ihm. Vater sagte ich solle schlafen, Waltraud liege im Bett. Er jedoch ging in der Hocke wieder bis in die Mitte des Zimmers, dann stand er auf und ging hinaus.
Am folgenden Morgen fiel mir das Erlebte von der Nacht wieder ein, ich stand auf und sah im Kinderwagen nach, sah kein Baby, weckte meine ältere Schwester und sagte ihr das Baby ist weg. Ich rannte nach draussen, rannte zu meiner Mutter, die gerade beim Holz holen war. Ich sagte ihr es ist was passiert. Wir liefen beide zurück ins Wohnzimmer, dort hatte meine Schwester das tote Baby bereits in den Armen.
Sie berichtete, dass der Kopf des Babys in einen lila Schaal eingewickelt war und eine Hand vor den Mund gebunden war, das Kind wurde erstickt. Sehr große Angst überfiel uns, wir hatten alle Angst darüber zu reden.
Vater nahm daraufhin Kontakt zu seinem Vater in Merzig auf, dann wurde der Umzug vorbereitet.
Während des Packens wurde dann auch unser Vater von dem Hausbesitzer angegriffen, weil dieser versuchte ein Auszug zu verhindern.
Daraufhin führ mein Vater mit dem Fahrrad in die Stadt um die Polizei zu informieren, diese Kam dann mit zwei man und nahm die Vernehmung auf.
Erst als wir dann weit weg in Sicherheit waren, konnten wir über die Erlebnisse reden, doch da war es für unsere Regina zu spät.


schon am 21. November 1951 wurde ihr junges Leben vom Hausbesitzer jäh beendet. Er stand damals mit dem Teufel im Bunde.
unsere kleine Schwester Regina durfte nur 2 Monate leben, sie wurde vom Hausbesitzer im Wohnzimmer neben meinem Bett umgebracht, es war schrecklich

das Jahr 1952 das war dann auch der Grund, warum wir dann sehr schnell das Weite suchten und ins Saarland zu unserem Großvater zogen In Merzig begann ein neues Leben, ich musste einen neuen Dialekt lernen. Der Lehrer verstand mich nicht und ich den Lehrer nicht.

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September 1955 – Erinnerungen

Am 2. September wurde meine jüngste Schwester Gabriele geboren. Unsere Mutter bekam daraufhin einen Erholungsurlaub. Wir Kinder wurden dann bei der Verwandtschaft untergebracht.
Meine Schwester Waltraud und ich wurden zum Bahnhof „Merzig Ost“ gebracht. Zusammen mit dem Vater fuhren wir mit der „Merzig Büschfelder Eisenbahn“ nach Büschfeld. Von dort ging es per Fuß weiter nach Vogelsbüsch. Dort durften wir die nächsten 6 Wochen bei Tante Adelheid mit der Familie wohnen.
Sie hatten eine Landwirtschaft. Die Familie bestand aus 5 Personen, Tante Adelheid ihr Mann und Kinder Josef, Agnes und Mathilde.
In dieser Familie war es auch so wie bei vielen der Vorfahren, Sie waren Landwirte und auch im Bergbau tätig. Der Familienvater sowie der Sohn Josef waren im Bergbau tätig die Frau mit den Töchtern trieb die Landwirtschaft um. 
Ich durfte oft mit den Kühen auf die Weide und auf das Vieh aufpassen. Mit den Kühen wurden auch die Felder bestellt, die Äcker mit dem Pflug umgegraben, das Heu mit dem Heuwagen eingefahren, sowie auch das Getreide wenn es mit der Sense geschnitten war.

War das Getreide eingefahren, so wurde es gedroschen und danach in der Wandelmühle das Korn vom Spreu getrennt. Ich durfte dann die Wandelmühle bedienen, das war schon anstrengend.
An den Wochenenden wurde der Rahm von der Milch abgeschöpft und in dem Butterfass die Butter hergestellt. Ich durfte dann das Butterfass bedienen.

Eines Tages hatte Josef einen Hahn geschlachtet, er hatte ihn nicht wie es mein Vater immer machte, vorher betäubt, sondern einfach den Kopf abgeschlagen. Das Ergebnis, der Hahn rannte ohne Kopf durch das Dorf.
Diese Zeit war für mich sehr lehrreich!!
 so habe ich die Arbeit im Feld noch in Erinnerung




Im Jahre 1956 entstand dieses Foto in Merzig am Gipsberg
 die ganze Familie Valentin auf dem Grundstück am Gipsberg in der Goethestraße in Merzig

Erinnerungen an den Gipsberg 1956, hier hatten meine Elten ein Grundstück gepachtet um Kartoffeln und Gemüse an zu bauen. Selbstverständlich wurden auch Hühner gehalten um den Speiseplan zu verbessern. In der Nähe war ein gesprengter Bunker, der uns als Spielplatz diente.
Auf den Feld fand ich eine zwei Zentner Fliegerbombe, die noch intakt war. Heute weiss ich dass es ein sehr gefährliches Spiel war, mit ihr zu spielen.
Auch in Besseringen und in der Saarschleife waren einge Bunker installiert, die zum Westwall gehörten. Diese Bunker sind heute noch intakt.

In den 80er Jahren habe ich die Saarschleife mal wieder besucht umd auch die Bunker wieder entdeckt.
Im Haus von Großvater war wie in jedem anderen Haus auch, kein Bad und auch keine Heizung. Die Zimmer wurden mit Holz und Kohle beheizt.  Im Keller in der Waschküche war  ein großer beheizbarer Wasserkessel, in diesem wurde die Wäsche gewaschen . Samstags wurde das Wasser erwärmt um dann in einer Blechwanne zu baden. Diese Zeit kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Die Wände waren im Winter voll mit Eisblumen, auch die Fenster waren mit Eisblumen verziert. Im Winter fuhren wir mit dem Schlitten, den unser Vater angefertigt hatte, vom Gibsberg herunter bis ins Tal. Eine aufregende Zeit. Auf dem Gipsberg und auf der Ell war die französiche Armee mit Panzern und Geschützen stationiert. An dem Bergausläufer des Gipsbergs war ein Festungsbunker, der nach Kriegsende gesprengt wurde. Dort fanden wir noch Gewehrmunition und andere Waffen. Hier war unser Spielplatz !!
heute steht das Peter Wust Gymnasium an dem Ort. Die Stadt hat sich sehr verändert.


In die Schule ging ich in St. Peter an der Hochwaldstraße, gegen über war die Stadtpfarrkirche. An folgende Klassenlehrer kann ich mich noch erinnern: Herr Paul war Rektor, Herr Konz, Herr Müller und Herr Endres.
Meine Erstkommunion  in Merzig 


wir hatten Besuch bekommen, von unserer Cousine Rita Auer und ihrem Ehemann,

eine Erinnerung 1956 am Gipsberg in Merzig  hier hatte unser Vater ein Grundstück gepachtet. um Kartoffel, Gemüse anzubauen
Robert und Rita zu Besuch in Merzig in der Goethestrasse, Im Hintergrund der große Kirschbaum, dort wuchsen sehr schöne, große Herzkirschen. Oft bin ich auf den Baum geklettert und habe die Kirschen gekostet, hat mich Großvater dabei erwischt, gab es Schläge mit dem Stock.
Im Hauen war er gut, er war während des Krieges als Wache bei den Strafgefangenen angestellt. Später einmal fand ich im Keller eine Peitsche mit Lederriemen, am Ende der Riemen waren Stahlkugeln mit Widerhaken befestigt. Ich zeige es meiner Mutter, sie erklärte mir dann unter Tränen, dass mit dieser Peitsche sie Strafgefangenen zur Arbeit angetrieben wurden. Eine schreckliche Zeit.
meine Schwester Christa und Cousine Rita, rechts im Bild, die BMW Isetta, damals noch mit französischen Kennzeichen, das Saarland gehörte ja zu dieser Zeit zu Frankreich.



im Frühjahr 1958 durften wir von der Volksschule St. Peter in die neuerbaute Kreuzbergschule umziehen. dies war damals das Klassenfoto.
am 25. Oktober 1959 verlies uns Großvater August, er starb in einem Altersheim in Nunkirchen.



es ist einfach ein herrliches Wandergebiet, das ich sehr vermisse!!
http://vcu.de/cloefcam/cloefcam.aspx, über die Webcam kannst du die schöne Saarschleife weltweit sehen. Es ist immer ieder beeindruckend, jeden Tag immer wieder andere Ansichten


Im Jahre 1959 machten wir von der Pfadfindergruppe eine Radtour nach Remich, das war schon interessant

das gesamte Gebiet hat sich sehr verändert, die Landschaft ist verbaut.
1959 ging ich dann in die Handwerkslehre bei Fam Hilger in Merzig und lernte KFZ- Mechaniker.
ein Jahr später kam dann ein weiterer Geselle in die Firma hinzu, mit diesem hatte ich immer Probleme, sodass ich die Lehre aufgab.  Meine Mutter suchte eine Lehrstelle in ihrer Heimat in Baden Württemberg. Man fand dann eine freie Lehrstelle in Aulendorf  bei Familie Herrman Brauchle. Hier lernte ich dann den Beruf zum Bau - Möbelschreiner. diese Zeit war wirklich kein Zuckerschlecken !!
am 1. Januar 1960 begann ich dann meine Lehre zum Bau und Möbelschreiner in Aulendorf bei  Herrmann Brauchle. Ich wohnte dort in Kost und Logie im Haus.
In der Berufsschule waren verschiedene Berufsklassen untergebracht, da es zu wenig Berufschullehrer gab. So befanden sich in einer Klasse Schreiner, Zimmerleute,  Flaschner, Heizungsmonteure, Schneider, Frisöre, Maurer und viele mehr. Dieses Chaos hatte auch etwas Gutes, so konnte ich auch die Theorie von anderen Berufen mitlernen. Ja unserer Schulleiter Herr Schairer war ein sehr strenger Lehrer, das war auch gut so, so konnte man richtig viel lernen.

Mein Lehrmeister, nahm es mit der Arbeitszeit nicht so genau, die Arbeitszeit begann um 7:00 Uhr in der Früh und endete oftmals um 22:00 - 24:00 Uhr. auch am Samstag wurde gearbeitet von 7:00 Uhr bis 12;00 Uhr, nach dem Essen wurde die Werkstatt aufgeräumt und die Maschinen abgeschmiert. 
 Auf dem Holzplatz, sie musste mir immer helfen am Samstagnachmittag die Werkstatt aufzuräumen.
 die Arbeitszeit begann um 7:00 Uhr früh und endete oftmals um 23:00 Uhr, Jugendschutz stand nur auf dem Papier !!
So war dann um 16 :00 Uhr meist Feierabend. Im Anschluß daran wurden dann die Wochenberichte geschrieben, dazu bekam ich eine Zigarre, wenn die ausgeraucht war, sollte der Wochenbericht fertig sein. So begann ich mit dem Rauchen !




Im August 1960 machten wir einen Betriebsausflug nach Dalaas, der Heimat von Günter Thoma, einem Schreinergesellen der bei uns arbeitet. bei dessen Eltern durften wir wohnen.
 eine kurze Rast in der oberen Region der Berge, Personen von linksnach rechts Günter Thoma, Ich , Rosemary und Gertrud Brauchle. es steht uns noch eine lange Wanderung bevor !!
Am nächsten Tag ging es dann auf von Dalaas zur Freiburger Hütte. Es war eine sehr schöne Wanderung.


hier der Formarinsee, im Hintergrund die Freiburger Hütte, wo wir übernachteten.
Nach der Gesellenprüfung wechselte ich in eine andere Schreinerei. mit 18 Jahren machte ich meinen Führerschein für Auto und Motorrad, die Kosten waren damals 300 DM.
auch Haidgau war für mich einige Jahre Heimat und Arbeitsplatz, dort wohnte ich von 1967 bist 1972  - Anfangs arbeitete ich bei der Schreinerei Lampert in Bad Waldsee. Von dort ging es immer auf Montage in ganz Baden Württemberg, später fand ich dann Arbeit bei der Schreinerei Rupert Häfele in Haidgau.
Jahre später führte mich mein Arbeitsleben nach Bad Walsee zu der Schreinerei Nikolaus Wirth, dort bekam ich eine Betriebswohnung, die ich später als Eigenbtumswohnung erwarb.

Auf dem Frauenberg wohnte ich von 1972 - 1984 und siedelte dann in das neue eigene Haus um
hier in der Friedenslinde hatte ich mein erstes Wohneigentum gebaut, hier begann ich mit dem Bau im Jahre 1984 und wohnte bis zum Jahre 2000 dort. seit dem Jahre 2000 lebe ich fernab der Heimat im Sonnenstaat Thailand, hier habe ich mein Paradies für den letzten Lebensabschnitt erstellt.
 das sind wirklich sehr schöne Erinnerungen.
www.manfred-valentin.de  - hier findet du sehr viele Bilder und Informationen

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1963


Im Jahre 1963 begann unser Vater mit dem Eigenheimbau


später als ich meinen Führerschein hatte, wurde es Zeit eine Fahrpraxis zu erwerben, ich bewarb mich bei einer Grob- Eisenhandlung als Fahrer, Ohaa !!, das war eine Herausforderung. Langeisen mit 12 m Länge zu transportieren war gar nicht so einfach. Besonders in den Kurven wurde es oft eng. Man musste die Augen vorne und hinten haben, da die Ladung vorne über die Schnauze 2.00 m hinausragte, der Rest hinten.
Das gab natürlich eine gute Berufspraxis im Transportverkehr. Das machte ich ein paar Jahre, dann wechselte ich wieder in den Beruf zurück. Nun war ich bei einer schwedischen Fertighausfirma angestellt. Wir erstellten Fertighäuser von Grund auf. Bei diesem Team lernte einer vom Anderen, denn der ei
e war Maurer, der andere Zimmermann, der nächste Maler und der andere Elektriker. Hier kam mein theoretisches Wissen sehr gut zum Einsatz. Ja, es war eine schöne Zeit. Im oktober 1967 heiratete ich das erste Mal, damals war ich auch auf Inlandsmontage und kam nur am Wochenende nach Hause. So verging die Zeit wie im Fluge.


bei Auers im Garten

Christa und Gerhard beim Hopfenbauern

im September 1962 wurde ich zur Musterung geladen, das war mal wieder ein freier Tag für mich

schon zum ersten Juli 1963 folgte die Einberufung, zuerst nach Münsingen, dort wurden wir eigekleidet, am späten Abend wurden wir auf große Lastwagen gepackt und nach Donauwörth verfrachtet. Dort kamen wir dann um Mitternacht an. Am nächsten Morgen waren wir sehr überrascht - eine neue Kaserne. Hier sollte führ die nächsten 18 Monate unser neuer Wohn und Ausbildungsplatz sein.
Ein Ereignis bei der Armee

Ich wurde am 1. Juli 1963 zur Armee eingezogen. Der Antrittsbefehl lautete nach Münsingen in die Kaserne. Dort angekommen wurden wir erst einmal registriert. Danach ging es zur Kleiderkammer, wo wir eingekleidet wurden. Spät abends als es schon nächtigte, wurden wir auf große Faunlastwagen geladen, die Fahrt dauerte 4 Stunden, es ging nach Donauwörth, denn das Lager in Münsingen war schon total überfüllt. Gegen 1:00 Uhr morgens kamen wir in der Kaserne in Donauwörth an. Uns wurden die Zimmer zugewiesen, nun blieb noch Zeit zum duschen, danach war Nachtruhe angesagt. Am Morgen durften wir länger schlafen, weil die Nacht so kurz war. Um 7:00 Uhr war dann der erste Morgenappell. Danach ging es in die Kantine zum Frühstück. Nach dem Frühstück hieß es dann “Kompanie antreten  zum Morgenappell“. Alle rannten aus den Zimmern und Standen dann auf dem Antreteplatz.

Hier gab es nun Anweisungen, was es den Tag über abzuarbeiten war.
Anschließend ging man in den Unterrichtsraum, um Theorie lernen, danach war Formalausbildung auf dem Plan.
Der Tag war gut ausgefüllt mit Lehrstoff, abends um 19:00 Uhr war dann Feierabend. Um 22:00 Uhr war Zapfenstreich.

Nach 4 Wochen kamen härtere Zeiten, Um vier Uhr Morgens ertönte die Trillerpfeife, der Unteroffizier öffnete jede Tür und rief „Soldaten aufstehen“, was um diese Zeit??
In einer Halben Stunde mussten alle fertig angezogen auf den Antreteplatz stehen. Da wurden die täglichen Befehle ausgegeben. Anschließend durften wir in die Kantine zum Frühstück, danach begann wieder das Tagespensum.

So vergingen die Tage und Wochen. Wir hatten schon vieles gelernt. Wir hatten einen kleinen Soldaten aus München, der ist immer im Unterrichtsraum eingeschlafen. Eine Weile schaute sich der Leutnant das an, dann befahl er dem Soldaten „aufstehen“, der Soldat stand auf und schlief nach einer Weile wieder ein. Der Leutnant befahl eine Leiter zu holen. Die Leiter wurde vor di Tische gestellt, zwei Kollegen  mussten sein links und rechts der Leiter positionieren. Nun musste der „Schläfer“ die Leiter erglimmen. Wie zu erwarten war, ging es nicht lange, da fiel der „Schläfer“ von der Leiter. Kommentar vom Leutnant: dem ist nicht mehr zu helfen!!

Die Zeit war nun gekommen, wo wir mir gesamten Sturmgepäck und Gewehr zum Marsch ausrücken mussten. Der erste Marsch war nur zum Üben, der Zweite Marsch war schon fast Katastrophe.
Geheißen hatte es, 5 Km Weg, wir brauchen keine Sanitäter

Es ging hinaus aus der Kaserne, immer der Straße lang. Vom Gefühl her, mussten wir schon über 5 Km gelaufen sein, Wir fragten den Unteroffizier, wie weit es denn noch wäre, da wurde er unverschämt und rief „im Laufschritt Marsch“. Das war für einige schon zuviel, sie fielen weit zurück. Als es auch mich erwischte, bat ich einen Obergefreiten, der gerade neben mir lief, ob ich mal raustreten dürfte, das bekam der Unteroffizier mit und rammte mir den Gewehrkolben in den Rücken. So schwankte ich in der Reihe weiter. Nach einem Schwächeanfall bekam ich den nächsten Stoß mit dem Gewehrkolben So lief ich denn blind, den Beinen gehorchend die Straße entlang. Nach einer gefühlten Ewigkeit liefen wir dann eine ausgefahrene Panzerstrasse hinauf.
Ich sah nichts mehr, ich orientierte mich nur noch an den Böschungen links und rechts der Straße. Auf dem Plateau angekommen körte ich eine Stimme schreien „Kanonier Valentin legen sie den Helm ab“, ich streifte mit der linken Hand hinter den Kopf  und streifte den Helm nach vorne.
Noch bevor der Helm den Boden erreichte lag ich am Boden. Von diesem Augenblick war ich ohne Bewusstsein. Erst drei Wochen später erzahlte mir der Leutnant und der Stabsunteroffizier, der neben mir im Zimmer lag was geschehen war

Man hatte mich vom Kasernenhof ins UVD- Zimmer gebracht, dort das Hemd aufgerissen und das Herz massiert, der Puls lag bei 200, der Krankenwagen wurde gerufen und es ging mit Blaulicht in die Krankenstation. Dort lag ich dann 3 Wochen bewusstlos. Als ich dann zu mir kam, war der Stabsfeldwebel hocherfreut und klingele sofort den Oberstabsarzt herbei. Auch bei ihm war die Freude groß, dass ich wieder aufgewacht war.
Der Patient neben mir erzähle mir dann, dass der Leutnant jede freie Minute an meinem Bett stand und betete.
Als ich wieder etwas gestärkt war, nahm ich wieder am Unterricht sowie an der Formalausbildung teil.
Stand ein Marsch an, so war ich im Innendienst eingeteilt und baute Möbel und Regale für die Gewehre.

Später wurde ich dann zum Herzspezialisten gebracht, hier wurde dann ein angeborener Herzfehler festgestellt.


 die jugendlichen Jahre sind angebrochen , hier mit Freundin Johanna Bauhofer in Gammertingen
Johanna mit ihrer Freundin
Heike Christoph, das war eine nette Briefreundin aus Zittau
es waren schöne Zeiten, mit 18 Jahren machte ich den Führerschein für Auto und Motorrad Kosten damals 295 DM, für die damalige Zeit auch viel Geld.

 ein neuer Schicksalsschlag
am 15. Mai 1966 fuhr ich mit meinem Motorrad die Ravensburger Straße entlang , plötzlich fuhr ein VW Käfer aus einem Parkplatz heraus und mir direkt vor das Motorrad. Ich prallte mit voller Wucht in die Seite des Fahrzeug's. Ich flog über das Fahrzeug mit dem Kopf voraus auf die Straße.
Erst Wochen später, als ich im Krankenhaus aufwachte, erfuhr ich was passiert war. Die Frau die den VW fuhr, hatte nicht einmal einen Führerschein. so schnell kann es gehen, dass man im Nirwana landet !! Bei dem Unfall hatte ich mir eine schwere Gehirnerschütterung, einen doppelten Schädelbasisbruch, Nasenbeinbruch, versplittertes Handgelenk sowie ein versplittertes Knie zugezogen. Dies waren langwierige Verletzungen.
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 Zu dieser Zeit war ich wieder auf meinem Beruf in Inlandsmontage. Ich kam nur an den Wochenenden nach Hause.

 Ich war schon immer ein Naturfreund, so zog es mich immer ins Alpenland zum wandern 

ein herrlches Wandergebiet 



diesen Musikanten schenkte ich oft mein Ohr
  
  
Dalaas im Bregenzer Wald  bei den Eltern von Günter Thoma durften wir übernachten.
hier am Formarin See, oben die Freiburger Hütte, es ist schön diese schönen Erinnerungen zu haben !! 

1972 

wir hatten nun das Glück in der Stadt Bad Waldsee zu wohnen, bei der Schreinerei Wirth habe ich Arbeit gefunden und konnte in das neue Haus am Frauenberg einziehen.
Wenn ich zurück denke, war dies nicht der große Traum, denn wie sich herausstellte war der Wohnblock sehr hellhörig gebaut. Immer wieder gab es Proteste von Anwohnern, wenn die Kinder in der Wohnung spielten.
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1974

Im Jahre 1974 wurde ich vor die Tatsache gestellt, Wohnung kaufen, oder ausziehen !!
Ich habe mich mit meiner Hausbank unterhalten, ob sie mir den Kaufpreis finanziert, das war der Beginn einer sehr schweren Zeit, denn schon 2 Jahre später begann die Hochzinspolitik. ich musste 15% Zins für das Darlehen bezahlen. das war eine schwere Zeit, denn 1500 DM im Monat ist sehr viel  Geld für eine Wohnung mit 72 m². 
dieser Test zeigte mir, dass ich für diese Leistung auch ein eigenes Haus finanzieren kann. So arbeitete ich auf dieses Ziel zu.
da ich ein großer Naturfreund bin, sind wir sehr oft nach Vorarlberg zum Bergwandern
Schoppernau, Au, Mellau und Schröcken waren unsere Wanderziele












in diesem herrlichen Land fanden wir unser Freizeitvergnügen, hinter dem Ünschen hatten wir ein
250 jähriges Haus gemietet. Dort erlebten wir viele frohe Tage. Man konnte von dem Haus das wandernde Wild (Gemsen und Hirsche) beobachten. In den Vollmondnächten stattete der Kasemantel immer einen Besuch ab, das war kurios !! 


 unvergessenes Schoppernau, diese Bilder werde ich niemals vergessen, Im Gasthof Moosbrugger waren wir sehr oft Gast und tranken unter anderem das feine "Stierblut"


Dies ist ein Blick auf Alberschwende,  hier hatte ich unterhalb vom Brüggelekopf eine alte Hütte gepachtet und restauriert. Die Einrichtung habe ich in Deutschland hergestellt, später in Alberschwende bei einem Schreiner zusammengebaut. Dieser wollte mich dann sofort anstellen, doch ich hatte meine Hauptwohnung in Bad Waldsee
So musste ich das Angebot abschlagen. Die Möbel fanden auch später auf dem Weg zur Hütte weitere Interessenten, viele Menschen hatten sich in die Möbel verguckt !!
die Möbel hatte ich speziell für die Hütte entworfen, die Gäste , die uns besuchten, sollten es heimelig haben.
Nach einigen Jahren geschah dann etwas unerwartetes. Besucher die die Hütte mieteten, hatten an der Gasleitung herum manipuliert, weil sie Petroleum vergessen hatten. Sie schraubten eine Gaslampe in einem Zimmer im Obergeschoß ab und installierten sie in einem anderen Raum. die entstandene Üffnung wurde nicht verschlossen, so kam es dann in der Nacht zu einer Explosion, weil eine Person mit einer brennenden Kerze  in das obere Schlafzimmer ging, in dem die Gaslampe abmontiert wurde.  Dies war dann das Ende einer großen Arbeit.
Alles Werkzeug, Möbel und sonstigen Inventar wurde  ein Opfer des Feuers !!


Im Jahre 1975 war es mal wieder Zeit meine alte Heimat an der Saar zu besuchen
Ich packte Zelt und Zubehör ins Auto und bereitete mich auf die Reise vor. Im Merzig angekommen schlugen wir unser Zelt am Stadtpark auf. Nachdem wir alles eingerichtet hatten, machten wir uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden und den alten Erinnerungen  zu folgen.
Die Schule St. Peter und die Kirche waren die ersten Projekte die wir besuchten, danach das Haus in dem wir fast 10 Jahre wohnten, es war in der Goethestraße. Alles hatte sich verändert, denn ich war schon 15 Jahre nicht mehr hier.
der nächste Weg führte zum Stephansberg, dort wohnte doch meine Patentante Maria Pohl, sie hatte ich noch sehr gut in Erinnerung, da sie mir vor meiner Reise im Jahre 1959 ein Paar Sontagsschuhe schenkte. Ich fuhr den Stephansberg hinauf und hiel vor dem Haus an, das mir noch bekannt war. Meine Gattin und ich stiegen die Treppen empor uns standen an der Haustüre. Das Herz pochte, würde sie mich nach der langen Zeit wiedererkennen?
Ich drückte auf die Klingel, kurz darauf öffnete sich ein Fenster und meine Tante fragte, was wir wollten. Ich fragte sie "kennst du mich nicht mehr, ich bin der Manfred", sie überlegte, dann rief sie Onkel Johann, auch er kam ans Fenster, ich grüßte und sie machten die Haustüre auf.
nun gab es sehr viel zu erzählen. In den nächsten zwei Wochen machten wir zusammen viele schöne Ausflüge, besuchten ihre Kinder, die ja auch alle groß geworden sind.
Für uns war es eine sehr schöne Zeit.
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1977

unsere sehr schöne Stiftskirche St. Peter in Bad Waldsee wurde im Jahre 1977 renoviert 

Fotos - Roland Nonnenmacher
Vor dem Hauptaltar sind zwei Gruften in der Erde versteckt. Sie wurden während der Renovierungsarbeiten vom damaligen Mesmer entdeckt.  Ich arbeitete zu der Zeit gerade neben der Kirche und sanierte ein altes Haus, als Kinder aus der Kirche kamen und riefen, in der Kirche liegen Tote. Ich selbst hatte von der Waldseer Geschichte keine Ahnung, da ich meine Schulzeit in Merzig / Saarland verbrachte. Der Lehrling Josef Gaudig, der zu dieser Zeit bei mir arbeitete, war Waldseer Bürger und kannte die Geschichte. Ich fragte ihn, ob es möglich sei, dass in der Kirche Gruften sein könnten. Er bejahte es, ich schickte ihn in die Kirche um nachzusehen.
Als er zurück kam, sagte er, der Mesmer sei über ein Loch vor dem Hauptaltar gebückt und schaufelte Erde aus dem Loch. Nun ging auch ich in die Kirche und schaute nach, redete mit dem Mesmer und fragte ihn, ob ich vielleicht in die Gruft steigen dürfe, er sagte ja.
ich schickte Josef los, um Kabeltrommel und Lampe zu holen. Nun mit dem Licht stieg ich hinunter in den unheimlichen Raum. Was ich vorfand waren drei offene Särge mit den mumifizierten Körpern, Die Hände zum Gebet gefaltet, das Gesicht und die Hände waren verledert. Neben den Körpern ein Zepter, auf der Brust ein trundes Medallion. In der Ecke stand ein Kelch aus Eichenholz.
Von dem Mesmer erfuhr ich, dass die Gruft das letzte Mal vor 350 Jahren geöffnet wurde laut der Chronik.
Für mich war es eine  sehr interessante Neuigkeit.
wir gingen nun wieder unserer Arbeit nach. Ich hatte diese neue Erfahrung schon wieder abgelegt. Es gab wichtigeres. Es war Freitag, das Wochenende stand vor der Tür, am nächsten Morgen galt es sehr früh aufzustehen, denn unser Weg sollte nach Holland führen zu unseren Freunden.
So wurde es eine relativ kurze Nacht, sie war besonders, weil ich um einige hundert Jahre zurück versetzt wurde, meine Gedanken wurden ins Mittelalter geschickt, ich sah Bilder, die ich nie zuvor gesehen hatte, ich kannte die Stadt jedoch in ganz anderem Stil, es gab keine Autos, keine Motorräder, sondern nur Füßganger und Pferdekutschen. Die Menschen hatten eine seltsame Bekleidung. Viel zu schnell war die Nacht vorbei.
 Als wir dann nach drei Wochen wieder zu Hause ankamen, flammte die Erinnerung wieder auf. Nun hatte ich mal Zeit mich in den alten Büchern und dem Museum umzusehen. Hier konnte ich die Bilder alle wieder sehen, es war also kein Traum. das betreten der Gruft hatte mich anscheinend in die Vergangenheit zurück gesetzt !!

1982


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1989

im Jahre 1984 kaufte ich dann einen Bauplatz in Reute, wo wir dann unser erstes Haus bauten
unser Eigenheim im Jahre 1985. am 15. Januar konnten wir in unser neues Haus einziehen, ich weiß noch gut, es war bitter kalt minus 24° Grad. Die Garage wurde im Juni 1985 erstellt.
Anfangs hatten wir das UG und OG vermietet. Im EG wohnten wir selbst, doch schon im Jahre 1988 kam es zur Scheidung, die Wohnung im EG wurde zu groß und zu teuer, so zog ich erst einmal ind Obergeschoß um und vermietete das Erdgeschoss.  Als dan die Mieter zu oft wechselten, zog ich es vor, das Erdgeschoss zu verkaufen, um meine Belastungen in den Griff zu bekommen. Im Jahre 1996 zog ich mit meiner Gattin ins Untergeschoss, da hatten wir beide genügend Platz.
ein gemütliches Wohnzimmer im Untergeschoss, hier fühlte ich mich wohl !!
Blick ins Wohnzimmer

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1990

im Februar 1990 flogen meine neue Gattin und ich in ihre Heimat Thailand, kaum dort angekommen wurde das alte Holzhaus abgerissen und ich war auserkoren ein neues Heim zu bauen, das waren die Arbeiten im ersten Jahr



danach war der Arbeitsurlaub zu Ende. in den folgenden Jahren wurde dann weiter vervollständigt.

1991





1997

Im Jahre 1997 machten wir uns auf, um die alte Heimat zu besuchen. Wir meldeten uns bei Bärbel telefonisch an, als wir schon in Völklingen waren. Die Überraschung ist gelungen. Ganz spontan lud sie die Verwandten in Nah und Fern ein. es wurde ein herzliches Familientreffen, so konnten wir uns kennen lernen, da wir uns zum Teil noch nie gesehen hatten.











wir machten einen Ausflug an die Saarschleife, nach Saarburg und nach Nennig, um den römischen Mosaikboden zu bewundern


hier in Saarburg im Kastell


Im Museum, ein Tante Emmaladen





im Garten von Bärbel, ein gemütlicher Plausch


Dreschmaschine im Museum


 Gruppenaufnhme an der Cloef


über der Saarschleife


ein Butterfass

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1996


hier haben wir für Mutter einen Wintergarten angebaut, den hatte sie sich schon lange gewünscht



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1998


zum Andenken an unsere Mutter

2004

im Jahre 2004 wurde der Vorgarten neu gestaltet, so entstand ein natürliches Biotop




2006

Im September 2006 wurde dann unser treuer Wächter vergiftet und danach ins Haus eingebrochen. Hier hat man sich an einigen Wertsachen bedient. Vor dem Haus lag der tote Hund und viele Giftköder im Hof. Das war dann der Grund, warum wir einen neuen Standort suchten. wir fanden ein Grundstück mit ca 10.000 m² weiter ausserhalb des Dorfes. Hier begann ein Neuanfang.


Hier inmitten der Reisfelder erstellten wir unser neues Heim


es war sehr viel Arbeit um die Arbeiter richtig anzuweisen.


die Arbeit hat sich gelohnt, hier haben die Hunde sehr viel Auslauf, auch ein grosser Teich steht ihnen zum abkühlen zur Verfügung.

willst du Bilder sehen vom Entstehen der Altersresidenz
dann schau Hier:  
http://rentnerparadies.blogspot.com/2015/03/dies-war-die-erste-ansicht-des-anwesens.html

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